Musikboxen

Die ersten Musik-Abspielgeräte, die gegen Münzeinwurf Musik abspielten, waren automatische Phonographen, die Musikwalzen spielten. Musikgeräte, die mit Schellackplatten bestückt waren, gab es ab Mitte der 1930er Jahre.

Zu dieser Zeit wurden die Musikboxen hauptsächlich in den USA produziert. Hersteller waren zum Beispiel Wurlitzer, Seeburg, Rock-Ola oder AMI (Automatic Musical Instrument Corp.). Die Mills Novelty Company brachte eine Film-Jukebox auf den Markt, die kurze Musikfilme abspielen konnte. Mit dem Fernsehen hatte dieses Gerät aber zu starke Konkurrenz und verschwand bald wieder.

Bekannt wurden die Musikboxen auch unter dem Namen „Jukebox“. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem kreolischen Wort „Jook“ oder „Juke“ für „obszöne“ Musik in humorvollem Sinn und dem englischen/amerikanischen Wort „Box“ (Kiste).

Mit den ersten Single-Vinylplatten gab es dann ab Ende der 1940er Jahre Geräte für Singles. Die „Seeburg A100“ konnte wahlweise Schellacks, LPs oder Singles spielen. Sie wurde Anfang der 1950er Jahre auf den Markt gebracht.

Waren die Musikboxen der 1940er Jahre noch sehr bunt und mit sehr viel Plexiglas verziert, wurden sie in den 1950er Jahren von Chrom und Verzierungen, die Autoteilen nachempfunden waren, dominiert. In den meisten Geräten war jedoch der Plattenwechsler sichtbar.

In den Musikboxen konnten im Schnitt zwischen 50 und 100 Platten, also 100 bis 200 Titel, abgespielt werden.