Grammofone und Schellackplatten

Grammofone und Schellackplatten

Neun Jahre nach der Patentierung des Phonographen durch Edison ließ Emile Berliner im Jahre 1887 das Grammofon patentieren. Technisch hatte das Grammofon grundsätzlich große Ähnlichkeiten mit dem Phonographen. Das Grammofon tastete die Seitenschrift mit einer Stahlnadel ab, die mit einer Membran verbunden war, die die Schwingungen als Schallwellen über einen Trichter verstärkte und wiedergab.

Für Normalbürger waren Grammofone erschwinglicher, weil die Abtastung der Tonrille durch die Verwendung von Stahlstiften erfolgte. Auch die Tonträger selbst waren günstiger zu erstehen. Platten konnten einfach gepresst werden. Die ersten Schellackplatten wurden noch einseitig bespielt, bis man ein Verfahren entwickelte, mit dem beide Seiten ohne Qualitätsverluste gepresst werden konnten.

Die herkömmlichen Grammofone liefen mit einer Drehzahl von 78 Umdrehungen pro Minute; es waren aber, je nach Hersteller von Gerät oder Platten, auch höhere Drehzahlen möglich. Die Drehzahl konnte manuell noch verändert und so je nach Geschmack etwas langsamer oder schneller gestellt werden.

Grammofone gab es als Tischmodelle ebenso wie als Schränke in Hoch- oder Längsformat, mit großem verziertem Trichter, der das Gerät beinah verdecken konnte, oder als Koffermodell mit eingebautem Trichter, ideal, um es auf Reisen oder gar zu einem Picknick mitzunehmen. Sogar für die Kinderstube wurden sowohl Grammofone, meist als Blechspielzeug, als auch Platten mit kleinerem Durchmesser hergestellt. Diese noch teuren Geräte wurden einer Drehzahl von 78 Umdrehungen pro Minute; es waren aber, je nach Hersteller von Gerät oder Platten, auch höhere Drehzahlen möglich. Die Drehzahl konnte manuell noch verändert und so je nach Geschmack etwas langsamer oder schneller gestellt werden.

Grammofone gab es als Tischmodelle ebenso wie als Schränke in Hoch- oder Längsformat, mit großem verziertem Trichter, der das Gerät beinah verdecken konnte, oder als Koffermodell mit eingebautem Trichter, ideal, um es auf Reisen oder gar zu einem Picknick mitzunehmen. Sogar für die Kinderstube wurden sowohl Grammofone, meist als Blechspielzeug, als auch Platten mit kleinerem Durchmesser hergestellt. Diese noch teuren Geräte wurden den Kindern dann eher vorgeführt als, dass sie diese selbst bedienen oder gar damit spielen durften.

Ein schlichtes Grammofon kostete zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch mehr als ein Arbeiter in einem Monat verdienen konnte. Daher war ein solcher Apparat eher in den höheren Gesellschaftsschichten zu finden. Es gab aber auch Geräte, die in Kneipen oder Kaffeehäusern standen und per Münzeinwurf und nach Aufziehen des Federmotors ein Lied abspielten.