Die Compact Disc

Anfang der 1980er Jahre kaufte sich ein guter Kunde eines Radiogeschäfts ein Musikabspielgerät und passte dabei anscheinend nicht richtig auf. Denn am nächsten Tag brachte er es zurück, weil seine Schallplatten gar nicht in das Gerät passten. Er hatte versehentlich die neueste Entwicklung auf dem Markt der Musikreproduktion gekauft: einen CD-Spieler.

Um den potenziellen Käufern die Vorzüge dieser neuen Technik näher zu bringen und sie damit zu einem Kauf zu bewegen, wurden Demo-CDs mit Beispielstücken aus der Klassik und Instrumentalstücken, bei denen es auf saubere Töne ankam, mit den Geräten ausgeliefert. Die CDs kosteten um die zwanzig D-Mark (heute circa 10 Euro). Damals stand fest, dass die Preise immer auf diesem Level bleiben würden und CDs nie, wie zu der Zeit bei Musikkassetten üblich, kopiert oder selbst aufgenommen werden konnten. Ungefähr zehn Jahre später war diese Meinung überholt.

Die Spieldauer einer CD betrug anfänglich 72 Minuten, was mehr war, als was man auf einer LP auf zwei Seiten abspielen konnte. Neben dem Fehlen von Abspielgeräuschen war dies ein Pluspunkt mehr, der die Verkaufszahlen der Compact Disc Digital Audio, wie die Musikkonserve ausgeschrieben genannt wurde, bald die der LPs überholen ließ.

Der verwirrte Kunde von 1983 hätte sich bestimmt nicht vorstellen können, dass schon 25 Jahre später die CDs von einem neuen Medium überholt werden würden.

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